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Hans-Hermann Häusler erklärt:
Dieser Bericht ist eine Auftragsarbeit. Beauftragt, ihn zu schreiben, wurde ich von meinem Vormund Herrn Walter Kaminski.
Schon während der Fahndung nach dem Mörder meiner Eltern bat er mich um schriftliche Hilfe. Er erhoffte sich aus meinen Tagebuchaufzeichnungen Hinweise auf den Täter.
Doch auch später, als der Fall längst gelöst war, bedrängte er mich.
Vor vierzehn Tagen sagte er: „Du schreibst doch gern, Junge. Also schreib! Schreib alles auf! Das Schreiben klärt den Verstand und reinigt die Seele. Probleme verflüchtigen sich wie Sumpfgas. Doch halt dich an
die Tatsachen. Erfinde keine Märchen! Bleib ehrlich!“
Seitdem sitze ich und schreibe.
Ein mühseliges Geschäft.
Warnung: Sollte jemand diesen Bericht in die Finger bekommen, so bezähme er seine Neugier und klappe den Deckel zu. Die Niederschrift geht niemanden etwas an. Außerdem ist sie langweilig und uninteressant.
Sie ist nur bestimmt fĂĽr Herrn Kaminski, fĂĽr Anja und fĂĽr mich.
Aplerbeck, den 21.10.1954 Hans-Hermann Häusler 18 Jahre alt
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